Für mehr Nähe zum Pferd – Dein Inneres zählt

Mein Weg

Pferde spielten schon immer eine große Rolle in meinem Leben. Eine junge Haflingerstute begleitete lange mein Leben, ich sammelte Erfahrungen mit Quarter Horses, Friesen und anderen Rassen. Mit 17 Jahren ermöglichte ich mir endlich den Traum vom eigenen Pferd. Unerwartet kreuzte nicht ein Haflinger, sondern ein Hannoveraner-Wallach meinen Weg. Fantastico war so gar nicht das, was ich gesucht hatte und doch fand er mich. Zusammen mit ihm machte ich ein Jahr die Ausbildung als Pferdewirtin, ging dann jedoch zurück zur Schule. Mein Taschengeld verdiente ich mir als Reitlehrerin in unserem örtlichen Reitverein.

2015 zog es mich in die Welt hinaus. Fantastico gab ich daher schweren Herzens her. Auf Island lernte ich das Tölten am Strand, ein unglaubliches Gefühl von Freiheit. Nach einigem Monaten ging ich zurück nach Deutschland und begann mit meinem Studium. Mein Leben änderte sich sehr und ich verlor den Kontakt zu den geliebten Pferden. Immer mal wieder probierte ich es mit Reitbeteiligungen, doch irgendetwas stimmte nicht. Ich schaffte es nicht, eine entsprechende Beziehung zu dem Tier aufzubauen und hatte keinen Spaß mehr am Reiten. Ich schob es darauf, dass es eben keinen zweiten Fantastico gäbe.

Nicht verloren ging der Wunsch, Tierheilpraktikerin zu werden. Als meine Hündin Lola 2013 bei mir einzog, kam ich in Kontakt mit Tierkommunikation, schamanischen Reisen, Tierkinseiologie und Coaching. Ich besuchte verschiedene Seminare, bildete mich stetig fort und probierte neugierig verschiedene Ansätze (TTouch, Natural Horsemanship, Spirit Coaching, Heldenreise mit Pferden etc.) aus.

Der Wandel

2016 war der Drang und die Sehnsucht zu den Pferden so groß, dass ich erneut beschloss, einen Versuch zu wagen. Die Tinkerstute Cayenne trat als Pflegebeteiligung in mein Leben. Und nachdem es anfangs wenig Nähe zwischen uns gab, beschloss ich, alles was ich in Bezug auf Pferde gelernt hatte, neu zu überdenken. Zeitgleich gab es zu dieser Zeit immer größere Veränderungen in meinem privaten und beruflichen Umfeld. Ich arbeitet an mir als Person, an dem, wer ich war und wer ich sein wollte. Ich nahm mir erstmal deutlich mehr Zeit für mich und für Zeiten der Stille.

Die Veränderung im Zusammensein mit Cayenne kam so schnell und unerwartet, dass ich es selbst kaum glauben konnte. Mit einem Mal zog sich mich nicht am Halfter zerrend zum Gras, sondern lief ohne Strick oder Hilsfmittel aufmerskam neben mir her.

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Ich begann zu begreifen, wie tiefgreifend unser individuelles Leben auch die Beziehung zu unserem Pferd beeinflusst. Das Konzept, nach dem ich heute arbeite, begann in mir zu reifen.

Im Sommer 2016 ging ich nach langem Sehnen endlich den Schritt in die Selbstständigkeit als Coach und Tierheilpraktikerin. Diese zwei Jobs waren es immer, die mich begeistert haben und die mir als Vision dienten. Doch manchmal ist das Leben viel kreativer als unser eigener Geist es vermag. Während ich in meinen Gedanken Nicht-Pferdemenschen als Coach zur Seite stand und nebenher Pferde und Hunde behandelte, sah die Realität sehr schnell anders aus. Das kinesiologische Stressdiagramm, in der Regel Grundlage meiner Arbeit, ist relativ rigoros, was die Enttarnung von Krankheitsursachen anbelangt. Deswegen wunderte ich mich immer weniger, wenn Pferdebesitzer mir mit großen Augen sagten, dass ich nicht nur die Probleme ihres Pferdes, sondern vor allem ihre eigenen so auf den Punkt gebracht hatte, wie kein anderer. Statt nur dem Pferd einen Therapieplan zu erstellen, stiegen wir somit oft ins Coaching von Mensch zu Mensch ein.

Noch heute bin ich verblüfft, wie schnell wir erste Erfolge sehen können. Bereits nach einer Sitzung und wenigen Übungen zeigen sich erste Veränderungen. Da kommt das Pferd plötzlich angelaufen, das sich sonst eher verdrückt, wenn die Besitzerin kommt. Oder eine Stute läuft plötzlich motiviert und schwungvoll voran, so dass es selbst der Reitlehrerin auffällt. Ein Wallach, der so keine Minute still stehen konnte, döst plötzlich entspannt am Strick.

Ich habe es in anderen Artikeln schon angedeutet, aber jetzt noch mal ganz deutlich: Ja, das Pferd ist unser Ausgleich. Hier gehen wir hin, wenn es uns nicht gut geht. Hier tanken wir Kraft. Alles gut. Doch wo ist die Grenze? Habt ihr schon mal ausprobiert, was passiert, wenn ihr die Kraft von euch holt, z.B. in der Meditation oder indem ihr alte Prozesse abschließt und neue Schritte geht, die euch gut tun? Auf diese Weise, das verspreche ich euch, geht es nicht nur euch, sondern auch eurem Pferd gut und ihr könnt eine tiefere Beziehung zueinander leben.

Meine strengste Lehrmeisterin

Ebenfalls im Sommer 2016 gab es eine weitere Veränderung zu verzeichnen, die mich selbst noch einmal vor die Herausforderung stellte, meine Arbeit mit den Pferden zu reflektieren. Mira trat in mein Leben. Schon wieder ein Hannoveraner-Fuchs, wo ich doch einen Haflinger wollte! Im Gegensatz zu Fantastico allerdings keine Schmusebacke, die einem Hund gleich. Mira hat in ihrem Leben, das immerhin schon 15 Jahre andauert, noch nicht so viele gute Erfahrungen mit Menschen gemacht. Dementsprechend scheu, reizbar und vor allem distanziert war sie anfangs. Für mich war trotzdem klar: Sie ist etwas ganz Besonderes für mich! Neben Tierarzt, Osteopathie, Akupunktur und Reitunterricht coache ich mich selbst im Umgang mit diesem Pferd und darf sehen, wie sie sich zu einer wunderbaren und stolzen Stute entwickelt. Und immer, wenn nur der kleinste Zweifel an meinem Tun und an meiner Vision hochzukommen droht, weiß ich, wo ich hingehen muss, damit mir wieder bewusst wird:

Diese Nähe und diese Freude ist es, die ich auch anderen Menschen mit ihren Pferden vermitteln möchte!!

Und dafür gibt es demnächst extra eine neue Webseite! Freut euch auf Pferde-Seele. Und wer jetzt schon mehr wissen möchte, kann mir gern eine Email schreiben und erhält mein neues Angebot als Flyer.

Ich wünsche euch noch eine sonnige Woche. Eure Anabell

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